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Aktuelles

Aktuelle Informationen zu Behindertenfragen finden sie auf der Seite des Behindertenberatungszentrum-BIZEPS.

AK Kaske will Arbeitsrecht auf neue ArbeitnehmerInnen ausweiten

Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft ist "eiskalte, neoliberale Agenda"

AK Präsident Rudi Kaske fordert: "So wie wir die Angleichung der Rechte der Arbeiter und Angestellten erreicht haben, so müssen wir auch den Einbezug aller wirtschaftlich abhängig Beschäftigten in das Arbeitsrecht erkämpfen!" In Bezug auf eine neue Regierung sagte der AK Präsident vor der 169. Vollversammlung der Arbeiterkammer Wien: "Wir bewerten jede Regierung danach, was sie für die ArbeitnehmerInnen dieses Landes macht." Die Angriffe auf die gesetzliche Mitgliedschaft in den Kammern könne man wie folgt zusammenfassen: "Dahinter steckt eine eiskalte, neoliberale Agenda."

Bei der Forderung nach Abschaffung der gesetzlichen Kammer-Mitgliedschaft "geht es um eine Grundhaltung, die Frank Stronach trefflich umschrieben hat: Wer das Gold hat, macht die Regeln! Das ist zutiefst menschenverachtend und demokratiepolitisch bedenklich", so AK Präsident Rudi Kaske. Den oft strapazierten Vergleich mit dem ÖAMTC weist er zurück: "Menschen sind keine PKWs. Bei uns geht es nicht um Reifenpannen, sondern um menschliche Existenzen."

Einen "Vollkaskoschutz um 7 Euro im Monat" kann die AK nur durch eine gesetzliche Mitgliedschaft erreichen, so Kaske. Eine Senkung der Umlage würde zu einer "Teilkasko-Versicherung mit hohem Selbstbehalt" führen. Zudem sei es nur durch die breite Mitgliederbasis möglich, 800.000 Menschen, die derzeit keinen Beitrag zahlen müssen, ebenso zu vertreten. "Anderswo diktiert der Preis die Leistung. Bei uns wird solidarisch allen Arbeitnehmern, die Hilfe benötigen, geholfen", sagt der AK Präsident.

Kaske betont außerdem die wesentliche Rolle der Pflichtmitgliedschaft in der Wirtschaftskammer für das österreichische System der Kollektivverträge: "Kann sich ein Unternehmer aus der Mitgliedschaft in der Wirtschaftskammer verabschieden, gilt für die Beschäftigten dieses Betriebs der Kollektivvertrag nicht mehr." Das hätte weitreichende Folgen für ArbeitnehmerInnen: "Kein Kollektivvertrag heißt: Adieu Weihnachts- und Urlaubsgeld! Adieu jährliche Lohnerhöhung für die gesamte Branche!" Auch die 40-Stunden-Woche würde dann in vielen Betrieben wieder Einzug halten. Denn die niedrigere Normalarbeitszeit, zum Beispiel die 38-Stunden-Woche, wie sie viele Kollektivverträge vorsehen, ist dann dahin. Nicht zuletzt bedeute ein Wegfall der Kollektivverträge für viele Eltern, insbesondere Frauen, eine wesentlich schlechtere Anrechnung von Karenzzeiten beim Wiedereinstieg, so Kaske.

Statt die Vertretung der ArbeitnehmerInnen zu schwächen und Österreichs System der Kollektivverträge und der Sozialpartnerschaft zu unterhöhlen, sollten Wirtschaft und die neue Regierung gemeinsam mit den Sozialpartnern Reformen angehen, die die Lebens- und Arbeitssituation der Menschen in Österreich verbessern:

+ Das Arbeitsrecht muss auf neue Arbeitsverhältnisse von prekärer Beschäftigung bis zu Crowdwork ausgeweitet werden. "So wie wir die Angleichung der Arbeiter und Angestellten erreicht haben, so müssen wir auch den Einbezug aller wirtschaftlich abhängig Beschäftigten in das Arbeitsrecht erkämpfen!"

+ Das Qualifizierungsgeld muss umgesetzt werden und es braucht eine bezahlte Weiterbildungswoche pro Jahr für alle ArbeitnehmerInnen.

+ Die Aktion 20.000 für Langzeitarbeitslose über 50 plus soll unbefristet verlängert und auch auf andere Gruppen, die es am Arbeitsmarkt schwer haben, ausgeweitet werden.

+ Der Sozialstaat muss durch eine Steuerstruktur-Reform gesichert werden.

Tag der Menschen mit Behinderung am 3.12.2016

"Wir wissen um die Notwendigkeit und Wichtigkeit der Verwirklichung der Chancengleichheit von Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben und in der Gesellschaft", erinnert AK Präsident Rudi Kaske daran, dass vor zehn Jahren (2006) das Behindertengleichstellungspaket in Kraft getreten ist. Ziel war und ist, Diskriminierungen aufgrund einer Behinderung zu beseitigen bzw. zu verhindern, um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft zu gewährleisten. Menschen mit Behinderung sind auch heute noch mit Diskriminierung, Ausgrenzung oder besonders hoher Arbeitslosigkeit konfrontiert. "Wir müssen erreichen, dass Menschen mit Behinderungen am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft gleiche Chancen und Rechte haben", verlangt Kaske. Dazu hat sich Österreich auch durch die Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung verpflichtet.

Nach wie vor jedoch sind die Herausforderungen für Menschen mit Behinderung, ihren Alltag, ihren Beruf, ihre Ausbildung zu meistern, enorm. Sei es, dass ein Geschäftslokal, eine Bank oder ein Restaurant nicht barrierefrei ist, weil etwa eine Rampe fehlt. Sei es, dass ein/e StellenbewerberIn aufgrund der Behinderung zum Bewerbungsgespräch gar nicht eingeladen wird oder dass Kinder wegen ihrer Behinderung die Regelschule nicht besuchen können. Die AK-Beratungserfahrung bestätigt, dass es vor allem die Barrieren sind - die baulichen, aber auch die sozialen und jene in den Köpfen der Menschen - die behindern und eine gleichberechtigte Teilhabe erschweren.

Die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt - darunter der Anstieg der Arbeitslosigkeit und der atypischen Beschäftigung, aber auch die Zunahme des Wettbewerbsdrucks unter den ArbeitnehmerInnen - machen deutlich, dass sowohl Politik, insbesondere Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik, wie auch ArbeitgeberInnen gefordert sind, zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung einen adäquaten Beitrag zu leisten. Sowohl am Arbeitsplatz als auch in allen anderen gesellschaftlichen Bereichen sind nachhaltige Maßnahmen zu setzen, um Diskriminierung erst gar nicht entstehen zu lassen, sondern dieser aktiv vorzubeugen.

Wahl der Behindertenvertrauensperson 2016

Gemeinsam mit der Betriebsratswahl findet am 18. und 19. Oktober auch die Wahl zur Behindertenvertrauensperson statt. Die zur Wahl stehende Liste ist:


Team Nowak FSG

  1. Wolfgang Nowak
  2. Ursula Herrmann
  3. Hannes Rainer

Wir bitten um zahlreiche Teilnahme an der Wahl.

Das BVP-Team

Valentinsstammtisch in Wien

Der Valentinsstammtisch ist ein Treffen für Menschen mit Epilepsie, deren Angehörige und Freunde. Er möchte Betroffenen die Gelegenheit bieten über alles reden zu können, was sie in dieser Situation bewegt, um Ihnen mit Problemen, die diese Krankheit mit sich bringt, zu helfen und zu unterstützen.

Zum ersten Mal gibt es auch in WIEN einen Valentinsstammtisch.

Wann: Samstag, den 05. November 2016 um 14:00 Uhr
Wo: TUNNEL VIENNA LIVE Florianigasse 39, 1080 Wien

Weihnachtsempfang des Bundespräsidenten

MMag. Wolfgang Nowak, Behindertenvertrauensperson der Universität Wien, beim traditionellen Weihnachtsempfang des Bundespräsidenten 2013.

Foto: Harald Minich/HBF und Livio Srodic/HBF

Weihnachtsempfang des Bundespräsidenten

MMag. Wolfgang Nowak, Behindertenvertrauensperson der Universität Wien, am 16.12.2011 beim traditionellen Weihnachtsempfang des Bundespräsidenten im Smalltalk mit der Gattin des Bundespräsidenten Margit Fischer.

Foto: Harald Minich/HBF und Livio Srodic/HBF

BVP-Zertifizierung

MMag. Wolfgang Nowak am 3.12.2011 beim Festakt im Bundessozialamt anlässlich der Zertifizierung zur Behindertenvertrauensperson.

MMag. Wolfgang Nowak
Behindertenvertrauensperson
für das allgemeine Personal
Universitätsstraße 7
1010 Wien
T: +43-664-602 77-491 08

Anne-Marie Hecker
Behindertenvertrauensperson
für das wissenschaftl. Personal
Universitätsring 1
1010 Wien
T: +43-1-4277-422 25
Universität Wien | Universitätsring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0